Schüler der Hoffmann von Fallersleben Realschule nehmen Innenstadt in den Blick

Schüler der Hoffmann von Fallersleben Realschule nehmen Innenstadt in den Blick

Barrierefreiheit: Höxter im Städte-Check

Schüler der Hoffmann von Fallersleben Realschule nehmen Innenstadt in den Blick

Wie barrierefrei ist Höxter? Welche Erfahrungen sammeln Menschen mit Behinderungen bei alltäglichen Besorgungen? Und was braucht es, damit Teilhabe ohne Barrieren für alle Menschen in Höxter möglich ist?

Diesen Fragen stellten sich 23 Schülerinnen und Schüler der Realschule Höxter. Im Rahmen der Aktionstage zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung überprüften sie die Barrierefreiheit in Höxter. Mit Rollstühlen und Brillen, die eine Sehbehinderung simulieren machten Sie Erfahrungen, die Menschen mit Behinderung erleben.

„Der Städte Check ermöglicht den Jugendlichen eine neue Perspektive“, so Berthold Riepe, der als Lehrer die Aktion begleitet. Dabei geht es neben der neuen Erfahrung aber auch um Begegnung und Austausch. In vier vorangegangenen Unterrichtsstunden waren Vertreter des Behindertenbeirates, des Netzwerkes Barrierefreier Kreis Höxter, der Lebenshilfe, dem Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zu Gast. Themen wie Behinderung und Inklusion fanden hier ebenso Platz wie das Gespräch mit Menschen, die aus ihrem Leben mit Behinderung erzählten und für Fragen und Antworten zur Verfügung standen.

„Wir wollen Hemmschwellen in der Begegnung mit Menschen mit Behinderung abbauen und für besondere Bedürfnisse, wie zum Beispiel die Barrierefreiheit, sensibilisieren“, so Cordula Reich, Vorsitzende des Behindertenbeirates Höxter.

„Auch wenn in Höxter an vielen Stellen Barrierefreiheit gegeben ist, so gibt es immer wieder Umwege, die in Kauf genommen werden müssen“; so stellten die Schüler in anschließender Auswertung fest. „Ob beim Überwinden einer einzigen Treppenstufe, dem Öffnen einer Tür oder der Bitte um den gesonderten Aufbau einer Rampe, immer wieder mussten wir erfahren wie es ist, von anderen Menschen abhängig zu sein“, so das Resümee der Schüler zu den besonderen Herausforderung des Städte-Checks.

„Wir freuen uns über die vielfältigen Rückmeldungen der Schüler und werden diese in unsere Gespräche mit der Politik und Verwaltung zur Verbesserung der Barrierefreiheit in Höxter einbringen“, so verspricht Annette Geers vom der Aktionsgemeinschaft.

Die Kooperation zwischen Schule und Vereinen und Initiativen der Behindertenhilfe hat gezeigt, dass durch das Kennenlernen und gemeinsame Erleben auch gedankliche Barrieren abgebaut werden können. „Durch die Begegnungen, Gespräche und das eigene Erleben haben die Schüler neue Eindrücke gewonnen, die auch über den heutigen Tag hinaus wirken werden“, beschreibt Carolin Kirchhoff vom Paritätischen Wohlfahrtsverband das Projekt.


Die Aktionstage zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung werden durch die Aktion Mensch gefördert.

Unter www.hoexter-barrierefrei.de sind weitere Informationen zum Thema Barrierefreiheit sowie die Kontaktmöglichkeiten der beteiligten Vereine und Institutionen zu finden. Ebenso können hier Verbesserungsvorschläge zum Thema Barrierefreiheit eingereicht werden. Bei Rückfragen steht der Paritätische Wohlfahrtsverband auch unter 05271-380042 zur Verfügung.